Urlaub Januar 2026
So, da ist er endlich, der Winterurlaub. Ich bin am 29.12. zu meiner Schwester gefahren und habe mit ihr Silvester gefeiert. Am 2.1. bin ich dann weiter gefahren zu einer lieben Freundin, die in Braunschweig wohnt und von dort ging es dann weiter an die Nordsee.
Am 3.1. habe ich also um 9:51 Uhr in Braunschweig den IC in Richtung Norddeich Mole geentert, in der Hoffnung dann über Oldenburg und Sande bis Wittmund zu fahren und dort um kurz nach drei den Bus nach Carolinensiel zu bekommen. An sich ein guter Plan, aber es ist Winter. Damit konnte niemand rechnen, die Bahn sowieso nicht. Gut, es hat im Norden Deutschlands mehr geschneit und es war kälter als das üblicherweise der Fall ist, aber man hat ja Wettervorhersagen von gestandenen Meteorologen, da könnte man ja informiert sein und rechtzeitig nachsehen, ob die Gefahr besteht, dass Weichen einfrieren.
Die Bahn in ihrer unendlichen Weisheit hat das nicht getan und so sind prompt alle Weichen um den Bremer Hauptbahnhof eingefroren und das kurz bevor wir diesen Bahnhof erreichten. Bis zu dem Zeitpunkt waren wir übrigens höchst pünktlich unterwegs. Nun standen wir an der Haltestelle Bremen Sebaldsbrück in unserem IC und warteten, dass die Weichen aufgetaut würden. Freundlicherweise wurden die Türen geöffnet, so dass wir auf den Bahnsteig gehen konnten und uns die Füße ein wenig vertreten (oder eine rauchen). Für die Kinder war das sehr gut, die konnten im Schnee auf dem Bahnsteig herumtollen, das hat die Situation sehr entspannt. Ansonsten war das für alle Anwesenden eigentlich ein entspannter zweistündiger Extrahalt. Die einzigen, die etwas nervös wurden, waren die Leute, die dann noch nach Norderney weiter wollten, denn man muss da ja eine Fähre erreichen.


Nach zwei Stunden ging es weiter und wir fuhren in den Bremer Hauptbahnhof ein, in dem die Reisewilligen seit zwei Stunden standen und froren. Die waren deutlich ungehaltener als wir, die wir ja nichts weiter zu leiden gehabt hatten in unserem warmen Zug mit funktionierenden Toiletten und einem netten Menschen, der Snacks und Getränke verkauft hat. Für mich hat sich nicht viel geändert, denn ich musste bis Oldenburg, von da weiter nach Sande, dann nach Wittmund und von dort nach Carolinensiel. Die Verbindung war die gleiche, nur halt zwei Stunden später, kein Problem (dachte ich, aber Denken ist Glückssache).

Während der Weiterfahrt wurde dann auch mitgeteilt, dass dieser Zug nur bis nach Emden führe, was die Pläne einiger Reisender doch geringfügig durcheinander brachte und für die Ausgabe von Hotelgutscheinen sorgte. Ich stieg in Oldenburg aus dem Zug, der Anschluss nach Sande war pünktlich, der Anschluss dort nach Wittmund ebenfalls, alles wunderbar. Und dann stiegen wir in Wittmund aus. Inzwischen war es einigermaßen dunkel und auf dem Bahnsteig lag knöchelhoch Schnee. Das machte den Transport meines großen, schweren Koffers deutlich schwieriger, er hätte Kufen gebraucht statt Rollen. Nun, ich habe ihn dann doch über die Straße zur Bushaltestelle ziehen können und dann stand ich dort, sah mir die Straße an und dachte mir so, dass ich nicht glaube, dass da heute noch ein Bus drüberfährt. Ich wartete vorsichtshalber eine Viertelstunde über die eigentliche Abfahrtszeit hinaus – es kam natürlich kein Bus. Daraufhin habe ich ein Taxi nach Carolinensiel genommen – kostet 45 Euro, aber ich wollte wirklich nicht länger warten. Und wie recht ich doch hatte – der Busverkehr war nämlich eingestellt worden.
Auf dem Weg kamen wir an dem ersten Auto vorbei, das in den Graben gerutscht war. Unterwegs wehte der Schnee streckenweise wie Sand über die Straße. Hübsch anzusehen, aber nicht wirklich toll. Der Vorteil am Taxi war, dass der junge Mann, der mich gefahren hat, mir den Koffer die Treppe zu meiner Ferienwohnung hochgetragen hat. Eigentlich hätte ich gleich hinein gewollt, aber nachdem ich im Keyboy meine Nummer eingegeben hatte, machte es „Klack“, das Display des Keyboy zeigte an, mein Schlüssel wäre ausgegeben worden, aber in der Klappe lag nichts.
Daraufhin habe ich die Notfalltelefonnummer angerufen und den Hausmeister ans Telefon bekommen. Der sagte zu, dass er kommen wollte, das würde aber ungefähr 20 Minuten dauern. Ich habe mir dann den Koffer nach oben tragen lassen und dann auf dem Balkon vor dem Eingang zu meiner Wohnung hingestellt und bin dann wieder nach unten gegangen, um auf den Hausmeister zu warten.
Der kam dann auch, öffnete Keyboy, schüttelte verständnislos den Kopf und meinte, er wisse nicht, warum der Keyboy den Schlüssel nicht hergegeben hätte. Nunja, ich hatte meinen Schlüssel, habe die Tür aufgeschlossen, meinen Koffer in die Wohnung geschafft und mich erst einmal gefreut.
Danach bin ich noch kurz einkaufen gegangen und habe mir ein Abendbrot gemacht und mich entspannt aufs Sofa geflezt.
Sonntag war dann „Ruhetag“. Ich war nur kurz spazieren und nochmal einkaufen (ja, der Laden gegenüber hat sonntags offen!), ansonsten habe ich nichts unternommen.
Montag bin ich nach Esens gefahren, um ein paar Besorgungen zu machen. Das Meiste kann man tatsächlich in der Nähe des ZOB erledigen, dort gibt es eine Drogerie, einen Bäcker, die Apotheke ist auch nicht weit weg. Ich wollte dann noch zum Vape-Laden, weil ich noch Zubehör für meine Dampfe brauchte, also habe ich einen 20-minütigen Spaziergang gemacht und dabei festgestellt, dass es schon reichlich kalt ist! Den Vape-Laden habe ich dann auch gefunden, der hat aber nur dienstags und freitags geöffnet, also bin ich unverrichteter Dinge wieder zurückgelaufen, habe unterwegs aber ein paar nette Fotos gemacht.


Nachdem ich elend durchgefroren war, bin ich einfach in Krögers Hotel gegangen und habe gefragt, ob man mir freundlicherweise einen Kaffee verkaufen würde. Verkaufen nicht, aber die junge Dame meinte, ich dürfe mir gern aus dem Automaten im Frühstücksraum einen Kaffee holen und mich ein wenig hinsetzen und aufwärmen. Dabei konnte ich das Hotel näher in Augenschein nehmen und das hat sich gelohnt. Das ist ein wirklich sehr hübsches Hotel mit höchst freundlichem Personal.

Danach war ich noch kurz in der Apotheke und bin dann mit dem Bus wieder nach Hause gefahren. Den restlichen Tag habe ich dann zuhause verbracht, man muss ja nicht immer alles auf einmal machen.

Am Abend bin ich dann nochmal in den Sielhafen gelaufen, denn dort ist der schwimmende Weihnachtsbaum und den musste ich ja dringend fotografieren.














































































